Blütezeit der Zerstörung ist vorbei
Wie eine Knospe, die aufgegangen ist, sieht der Dreiecksständer aus, welchen wir notdürftig repariert haben.
Die gelben Blütenblätter ? unsere Plakate mit dem Gießkannenmotiv ? haben sich allerdings nicht im Zeitlupentempo ob dem schönen Wetter geöffnet, sie wurden mutwillig auseinandergerissen. Die Scharniere oben sind abgerissen und unten eben so verbogen, dass ein netter Blütenkelch bestehend aus Plakatflächen übrigblieb. Ein Zufall? Oder will uns selbst das durch Zerstörung entstandene Aluminiumgewächs sagen: für die KPÖ bricht ein neuer Morgen an.

Immerhin fanden wir an diesem Morgen kaum demolierte KPÖ-Dreieckständer vor, die zur Blütezeit des militanten Antikommunismus beliebtes Angriffsziel waren und selbst in Wahlauseinandersetzungen der jüngeren Vergangenheit systematisch verwüstet wurden. Inwieweit der bemerkbare Rückgang an Übergriffen in der Tat für eine gestiegene Akzeptanz der KPÖ steht, kann ich nicht abschätzen. Sicher ist nur, dass wir mit mehr Arbeit gerechnet haben, als wir es übernahmen, nach kaputten Plakatständern Ausschau zu halten.
Roman Gutsch

Immerhin fanden wir an diesem Morgen kaum demolierte KPÖ-Dreieckständer vor, die zur Blütezeit des militanten Antikommunismus beliebtes Angriffsziel waren und selbst in Wahlauseinandersetzungen der jüngeren Vergangenheit systematisch verwüstet wurden. Inwieweit der bemerkbare Rückgang an Übergriffen in der Tat für eine gestiegene Akzeptanz der KPÖ steht, kann ich nicht abschätzen. Sicher ist nur, dass wir mit mehr Arbeit gerechnet haben, als wir es übernahmen, nach kaputten Plakatständern Ausschau zu halten.
Roman Gutsch


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