Grundeinkommen für Alle!
Gestern im Café Siebenstern im 7.Bezirk.
?Die KPÖ-Wien möchte im Wahlkampf inhaltliche Diskussionen führen?, begrüßt die Moderatorin. Dazu haben sich Christian Fuchs von Attac, Prof. Peter Fleissner, TU-Wien und meine Wenigkeit als Wiener Spitzendkandidatin am so genannten ?Podium? eingefunden. Zu Beginn waren die VeranstalterInnen und AktivistInnen noch etwas skeptisch, denn selbst noch müde vom anstrengenden aber tollen Volksstimmefest auf der Jesuitenwiese. ? Vielleicht wird der Termin so knapp nach dem Fest nicht gut besucht sein? Aber nein! Der Saal bumvoll! Das Thema interessiert. Lange folgen die ZuhörerInnen den informativen und teils launigen Ausführungen. Warum kann die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für Alle gesellschaftspolitische Alternativen aufwerfen? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Grundsicherung und Grundeinkommen? Wie sehen die sozialpolitischen Programme der wahlwerbenden Parteien aus? Warum fordern SP und Grüne eine Grundsicherung? Warum spricht die KPÖ von Grundeinkommen im Zusammenhang mit Umverteilung? Wie sehr hat sich die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen unteren und oberen Einkommensschichten ?in den Jahren Schüssel? verschärft? (Sehr!) Bricht die Produktivität zusammen, wenn ein Grundeinkommen eingeführt wird? Geht?s dann der Wirtschaft gut oder geht?s uns allen gut? Wie viele Steuereinnahmen bringt eine Besteuerung der Euro-Millionen-Vermögen? Statements, Meinungen, Berechnungen, Kurven.
Die anschließende Diskussion ist rege und umfangreich. Ob mehr, weniger oder keine Skepsis, Grundeinkommen ist ein Thema. Denn darüber herrscht Einigkeit: Alle Menschen haben sich Existenzsicherheit ?verdient?! Eine Gesellschaft, die niemanden zu entlassen bereit ist, ist das Ziel. Der Weg ein Diskussionsprozess.
Dann auf ein Neues! Am nächsten Dienstag (12.9.) geht im Café Siebenstern die Veranstaltungsreihe weiter mit Kurt Palm. Er liest aus dem Kapital von Karl Marx. Dazu und natürlich auch zum Grundeinkommen oder der Forderung nach Vermögenssteuer gibt es Infos unter kpoe.at
Übrigens, wie würde ein Grundeinkommen eigentlich Ihr Leben verändern?
Melina Klaus
Die anschließende Diskussion ist rege und umfangreich. Ob mehr, weniger oder keine Skepsis, Grundeinkommen ist ein Thema. Denn darüber herrscht Einigkeit: Alle Menschen haben sich Existenzsicherheit ?verdient?! Eine Gesellschaft, die niemanden zu entlassen bereit ist, ist das Ziel. Der Weg ein Diskussionsprozess.
Dann auf ein Neues! Am nächsten Dienstag (12.9.) geht im Café Siebenstern die Veranstaltungsreihe weiter mit Kurt Palm. Er liest aus dem Kapital von Karl Marx. Dazu und natürlich auch zum Grundeinkommen oder der Forderung nach Vermögenssteuer gibt es Infos unter kpoe.at
Übrigens, wie würde ein Grundeinkommen eigentlich Ihr Leben verändern?
Melina Klaus


Kommentare
Das war aber auch höchste Zeit.
Die Veröffentlichung des KPÖ-Weblogs ist bei mir die Schlagzeile des Tages.
Die Produktivität bricht sicher nicht zusammen. Aber ihr "bedingungsloses Grundeinkommen" werden jene zahlen, die hackeln. Dann wird sogar Schüssel dafür sein.
Bin eher dafür, die vorhandenen Transferleistungen auf ein Niveau zu heben, daß die Leute auch leben können und in erster Linie Maßnahmen zu setzen, daß möglichst viele eine ordentlich bezahlte Arbeit haben.
Vermögen besteuern! Erbschaftssteuer ganz ganz hoch - dann könnte man eine Grundsicherung für alle finanzieren.
Ich wär sofort dafür.
Nicht aufgeben! Irgendwann hört wer die Signale...es gibt kein letztes - aber immer ein nächstes Gefecht....
"Erbschaftsteuer ganz hoch" - spitze! Da können sich nicht-wohlhabende Familien freuen wenn zB ein Elternteil stirbt und die hinterbliebenen fest blechen können um Familienbesitz behalten zu können- und wenn's nur ein baufälliges Häusl ist in den man die Kindheit verbracht hat. Punktuelle Themen rauspicken und laut schreine ohne die Konsequenzen zu bedenken finde ich einfältig. Nachdenken - Erbschaftsteuer sozial staffeln, Verwandtschaftsgrad stärker berücksichtigen, etc. - daran auch gedacht?
ich glaube nicht das ein grundeinkommen über steuern finanziert werden soll. eher bin ich dafür das sämtliche förderungen (kultur, sport, bauernförderung...)eingestellt werden. auch eine einheitspension kann dazu beitragen. ams und sozialgelder. dann währen da noch die wohnbauförderungen und die steuernachlässe könnten ebenfalls einfliessen usw. diese beträge könnten schon einen grossen teil des finanzbedarf decken.
die betreuung auf freiwilliger basis können ebenfalls dazu beitragen. einfach menschliche betreuung.
dazu siehe das modell in kuba, unter:
http://www.menschenrechte-a...
für zusammenarbeit in diesen bereich bietet die kreativfabrik die plattform "leben ohne armut".
für beratungen stehen wir auch gerne zur verfügung.
weiters arbeiten wir gemeinsam mit http://www.grundeinkommen.at an einer bundesweiten umsetzung.
entschuldigen richtige adi wegen kuba:
http://www.menschenrechte-a...
Ja - Erbschaftsteuer für große Vermögen ordentlich raufsetzen (kleine können so wie jetzt bleiben)!
Der kürzlich verstorbene Flick hinterlies:
6,3 Mrd Euro, das sind
6300 Mio Euro, das sind fast
Hunderttausend Millionen Schilling
Wenn das Geld in Stiftungen geparkt war, dann zahlen die Erben 0% Erbschaftsteuer, aber selbst wenn sie 99% zahlen würden, könnten sie noch immer ein Leben in Saus und Braus, ohne jemals arbeiten zu müssen, führen. Denn es blieben noch immer 1000 Millionen Schilling übrig.